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Geschichtliche Übersicht

Zu Ende der 70-er Jahre des 20. Jahrhunderts wiesen die Indikatoren für den Zustand der medizinischen Versorgung in Slawonien und Baranja im Vergleich zu anderen Regionen und zur Sozialistischen Republik Kroatien auf eine alarmierende Lage hin.
Die Zahl der Ärzte auf jeweils 10.000 Einwohner in Slawonien und Baranja betrug 10.3, in der Gemeinschaft der Zagreber städtischen Gemeinden 36.8, während diese Zahl, auf das gesamte Gebiet der Sozialistischen Republik Kroatien bezogen, 16.2 Ärzte ausmachte. Slawonien und Baranja und Dalmatien (14.2) lagen unter dem republikweiten Durchschnitt.
Die Initiative zur Gründung des Medizinstudiums, die vonseiten der damaligen Ärzte des Allgemeinen Krankenhauses Osijek ausging – allen voran Martin Dičić und Ivan Čandrlić – erhielt die Unterstützung der damaligen Leitung der Osijeker Universität: dem Rektor, Prof. Dr. sc. Petar Anić, und dem Vorsitzenden der Universitätsversammlung, Prof. Dr. sc. Ljubomir Baban. Institutionelle Aktivitäten wurden begonnen, die den Ausgangspunkt für die erfolgreiche Umsetzung der Idee zur Gründung des Medizinstudiums darstellten. Infolgedessen wurde in einem Sonderdokument das ganzheitliche „Darstellung der Indikatoren für den Zustand der medizinischen Versorgung und des medizinischen Personals in Slawonien und der Baranja" erarbeitet. Danach wurde vonseiten des damaligen Instituts für Planung, Ökonomik und Entwicklung der assoziierten Arbeit in Slawonien und der Baranja eine Analyse vorgenommen.
Am 11. April 1979 wandte sich der Rektor Prof. Dr. sc. Petar Anić an die Medizinische Fakultät der Universität in Zagreb und bat um deren Hilfe bei der Gründung des Medizinstudiums in Osijek. Zu jener Zeit war Prof. Dr. sc. Mladen Sekso der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität in Zagreb, und die Prodekane waren Mladen Belicza, Boško Barac, Predrag Keros, Milan Škrbić und Dunja Bertić.
Die erwähnte Leitung der Medizinischen Fakultät in Zagreb unterstützte die Idee zur Gründung eines ausgegliederten Medizinstudiums sowohl in Osijek als auch in Split, und bewiesen auf diese Weise ein edles Engagement für die polyzentrische Entwicklung der damaligen Sozialistischen Republik Kroatien. Der Prodekan, der für das ausgegliederte Medizinstudium in Osijek die Verantwortung trug, war Prof. Dr. sc. Predrag Keros, und nach ihm übernahm Prof. Dr. sc. Matko Marušić diese Aufgabe.
Aufgrund des Bescheids des Sekretariats für Bildungswesen, Kultur und Sport der Sozialistischen Republik Kroatien wurde am 30. August 1979 in Osijek die Gründung eines ausgegliederten Medizinstudiums der Medizinischen Fakultät der Universität in Zagreb genehmigt. Die erste Generation dieses Medizinstudiums wurde im akademischen Schuljahr 1979/1980 immatrikuliert.
Die feierliche Eröffnung des dislozierten Medizinstudiums in Osijek erfolgte am 28. September 1979 in den Räumlichkeiten der damaligen Pädagogischen Fakultät.

prva generacija
Das Republische Komitee für Bildungswesen, Kultur, Sport und technische Kultur der Sozialistischen Republik Kroatien genehmigte am 6. Oktober 1980 die Fortsetzung der Aktivitäten des Medizinstudiums der Medizinischen Fakultät der Zagreber Universität in Osijek und Split. Die Vorlesungen des ausgegliederten Studiums in Osijek wurden in den Lehrsälen der Juristischen Fakultät, in den Lehrsälen und Kabinetten der Pädagogischen Fakultät, in den Lehrsälen des Rektorats der Universität, in den Lehrsälen und Laboratorien des Sekundärschulzenrums Ruđer Bošković sowie im Allgemeinen Krankenhaus Osijek und im Gesundheitszentrum Osijek abgehalten.
Die Wissenschaftliche Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses wurde am 18.12.1980 gegründet; ihr Gründer und Leiter von 1980 bis 2004 war Prof. Dr. sc. Antun Tucak. Dank der Gründung der Wissenschaftlichen Abteilung, die zum Herzstück der wissenschaftlichen Arbeit und Ausbildung der Ärzte in Slawonien und der Baranja wurde, wurde der Grundstein für die wissenschaftliche Forschungsarbeit gelegt. Die Wissenschaftliche Abteilung wurde am 24. Februar 1981 zum Teil der Universität in Osijek und begann mit der Herausgabe der dreimonatigen wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Medicinski vjesnik" (= Medizinischer Bote), als Nachfolger des „Glasilo za liječnike i bolnice" (Fachblatt für Ärzte und Krankenhäuser), dessen Redakteur von 1969 bis 1981 Prof. Dr. sc. Branko Milošević gewesen war. Die redaktionelle Verantwortung übernimmt ab 1982 bis 2012 Prof. Dr. sc. Antun Tucak. Am 20. Dezember 1984 wurde die einheitliche Bibliothek des Allgemeinen Krankenhauses Osijek gegründet, deren erster Leiter Mr. sc. Antun Šimunić war. Dank des Dekans der Medizinische Fakultät der Universität in Zagreb, Prof. Dr. sc. Nijaz Hadžić, wurde am 29. November 1986 die Abteilung für Innere Krankheiten des Allgemeinen Krankenhauses Osijek zur ersten Klinik für Innere Krankheiten der Medizinischen Fakultät der Universität in Zagreb im Allgemeinen Krankenhaus Osijek, deren erster Vorsitzender Prof. Dr. sc. Ivan Čandrlić war.
Wie die Zeit verging, stellte die lokale Selbstverwaltung keine adäquaten Lehrsäle und Laboratorien zur Verfügung, wo Studenten und Lehrkräfte zufrieden stellende Bedingungen für den Ablauf der gesamten Lehrveranstaltungen hätten. Deswegen beschloss die Medizinische Fakultät der Universität in Zagreb, dass in den damals ungeeigneten räumlichen Bedingungen der Unterricht unterbrochen werden würde, falls innerhalb eines Jahres die geforderten Bedingungen (ein neues Gebäude für das Medizinstudium in Osijek) nicht erfüllt wären. Die lokale Selbstverwaltung versprach, das Problem zu lösen, doch es blieb bei Versprechungen.
In einer derartig gestalteten Lage scharten der Assistent Aleksandar Včev und der Student Marinko Žulj eine Gruppe Gleichgesinnter um sich, die den Initiativausschuss für die Gründung einer Gesellschaft zur Gründung und Entwicklung des Medizinstudiums formten. Die Gründer der Gesellschaft waren: Gordana Ajduković, Dubravko Božić, Ivan Čandrlić, Martin Dičić, Frano Dragun, Damir Lenz, Nikola Mandić, Predrag Novaković, Antun Šimunić, Aleksandar Včev und Marinko Žulj.
Am 2. Dezember 1988 wurde um 12 Uhr im Versammlungsraum der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe des Allgemeinen Krankenhauses Osijek eine erste Versammlung der Gesellschaft zur Gründung und Entwicklung des Medizinstudiums in Osijek abgehalten. Dabei wurde der Vorsitz gewählt, bestehend aus: Gordana Ajduković, Dane Babić, Dubravko Božić, Ivan Čandrlić, Martin Dičić, Frano Dragun, Zvonko Erak, Dušan Gunjević, Josip Harangazo, Željko Huber, Blagoja Kondža, Davor Lamza, Nikola Mandić, Predrag Novaković, Branko Runje, Antun Šimunić, Vladimir Tomić, Antun Tucak, Aleksandar Včev, Matko Vuković und Marinko Žulj.
Zum Vorsitzenden der Gesellschaft wurde Dr. Dubravko Božić, der Leiter des Allgemeinen Krankenhauses Osijek, ernannt. Die stellvertretende Vorsitzende war Dr. Gordana Ajduković, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Osijek, und als Aleksandar Vćev und Marinko Žulj wurden zu Sekretären ernannt.

drustvo za utemeljenje
In den Ausschuss der selbstverwaltenden gesellschaftlichen Kontrolle wurden gewählt: Vjekoslav Biro, Đuro Ćuti, Srećko Jelinić, Barbara Kalinić und Branimir Zelenka. Zum Präsidenten des Ausschusses für die selbstverwaltende Gesellschaftskontrolle wurde Đuro Ćuti gewählt, und Damir Lenz und Dubravko Paulini wurden zu den Kassenwarten der Gesellschaft ernannt.
Die Aktivisten der Gesellschaft unternahmen zahlreiche Aktivitäten, um die finanziellen Mittel zum Ausbau des Gebäudes für die grundlegende medizinische Wissenschaft aufzubringen, und zwar durch zahlreiche Aktivitäten der Gesellschaft, Veranstaltung von Konzerten, durch Besuch bei regionalen Wirtschaftsobjekten und andere Aktivitäten.
Da sich im Rahmen des Krankenhauses kein Atomschutzbunker befand (dabei hatte dem damaligen Gesetz zufolge jedes Krankenhaus einen solchen zu besitzen), traf der damalige Direktor des Krankenhauses, Dr. Dubravko Božić, welcher gleichzeitig auch der Vorsitzende der Gesellschaft zur Gründung und Entwicklung des Medizinstudiums war, die große und weitreichende Entscheidung, dass im Rahmen des neuen Objekts für die Bedürfnisse des Medizinstudiums ein Atomschutzbunker zu erbauen sei.

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Beim Osijeker Projektbüro ETZ (Ekononsko-tehnički zavod – Ökonomisch-technisches Institut) wurde die gesamte Planung für das Objekt für wissenschaftliche Forschung und das Medizinstudium in Osijek bestellt, woran seit 1989 intensiv gearbeitet wurde. Die Arbeiten am Projekt gingen zügig voran, die finanzielle Basis für die erste Phase der Errichtung des neuen Gebäudes war gesichert. Dieses Gebäude schloss den Bau des Atomschutzbunkers ein, welcher im Grunde das Fundament für das neue Gebäude für wissenschaftliche Forschung und das Medizinstudium in Osijek darstellte und welches später in Gebäude für medizinische Grundlagenforschung umbenannt wurde. Außer für den Bau des Atomschutzbunkers reichten die finanziellen Mittel auch für die komplette bauliche Konstruktion des neuen Gebäudes, einschließlich der Phase des Daches.
Auf diese Weise waren alle Bedingungen erfüllt, die die medizinische Fakultät aus Zagreb gestellt hatte und deren Erfüllung notwendig war, damit der Unterricht im ausgegliederten Medizinstudium in Osijek fortgesetzt werden konnte.
Allerdings kam es zu Problemen, die den Bau des Gebäudes für medizinische Wissenschaften verzögerten und verteuerten. Es handelte sich um Ausgrabungen, Aufnahme und Konservierung archäologischer Funde, da praktisch die gesamte Unterstadt auf keltischen und römischen Siedlungen, insbesondere auf der römischen Stadt Mursa, aufgebaut ist. Die Gesellschaftsleitung konnte jedoch erfolgreich eine Lösung mit den zuständigen Personen aus der Abteilung für Konservierung finden, die für die archäologischen Ausgrabungen an der Örtlichkeit zuständig waren, wo das zukünftige Gebäude stehen sollte.
Nachdem auch diese Hürden genommen waren, begannen 1990 die Arbeiten am Bau des neuen Gebäudes. Bis zum Beginn des kroatischen Heimatkrieges wurde der Atomschutzbunker beendet, das Gebäude errichtet und das Dach beendet. Während des Heimatkrieges wurde der Bunker benutzt, um Patienten des Allgemeinen Krankenhauses dort in Sicherheit zu versorgen, und ab dem 5. Oktober 1992 auch die Patienten des Klinischen Krankenhauses aus Osijek.
Durch den Beschluss des Rates der Medizinischen Fakultät aus Zagreb wurde eine Arbeitsgruppe des ausgegliederten Medizinstudiums in Osijek formiert. Aufgrund der Satzung der Medizinischen Fakultät aus Zagreb und auf Vorschlag des wissenschaftlichen Rates für Unterricht wurde Doz. Dr. sc. Martin Dičić zum Leiter des ausgegliederten Medizinstudiums in Osijek ernannt. Diese Aufgabe hatte er von 1979 bis 1988. Ab 1988 bis 1993 befand sich Prof. Dr. sc. Ivan Čandrlić an dieser Stelle. Er wurde dann 1996 von Prof. Dr. sc. Ante Ivandić abgelöst. Bis zur Selbstständigkeit und Schaffung der Medizinischen Fakultät in Osijek im Rahmen der J.J. Strossmayer Universität im Jahr 1996 bekleidete Prof. Dr. Antun Tucak diese Funktion.
Der Verwaltungsrat der Universität in Osijek gründete 1994 einen Ausschuss zur Umgestaltung des ausgegliederten Medizinstudiums in die Medizinische Fakultät der J.J. Strossmayer Universität, dessen wichtigste Aufgabe war, die Errichtung des Gebäudes für biomedizinische Grundlagenforschung im Rahmen des Osijeker Klinischen Krankenhauses abzuschließen. Ein Vertrag über den Abschluss der Bauarbeiten wurde ebenfalls unterzeichnet zwischen dem Magistrat von Osijek, der Gespanschaft Osijek-Baranja und dem Wissenschaftsministerium der Republik Kroatien. Die Gründung der Medizinischen Fakultät im Rahmen der Universität in Osijek erhielt auch die Unterstützung des damaligen Vizepräsidenten der Regierung der Republik Kroatien und des Ministers für Wissenschaft, Technologie und Sport, Prof. Dr. sc. Ivica Kostović, der Rektorin Prof. Dr. sc. Gordana Kralik, des Prorektors Prof. Dr. sc. Radoslav Galić sowie des Dekans der Medizinischen Fakultät aus Zagreb, Prof. Dr. sc. Niko Zurak.
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Die Medizinische Fakultät der Josip Juraj Strossmayer Universität in Osijek wurde am 22. September 1988 feierlich eröffnet. Der Erzbischof von Đakovo-Osijek und Metropolit, Mons. Dr. Marin Srakić, erteilte der neueröffneten Medizinischen Fakultät in Osijek seinen Segen.

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Die erste Sitzung des Fakultätsrates der Medizinischen Fakultät in Osijek wurde am 15. Juni 1998 abgehalten, wobei die Vorstände der Lehrstühle gewählt wurden: Anatomie Prof. Dr. sc. Vasilije Nikolić, Medizinische Physik und Biophysik Prof. Dr. sc. Jasminka Brnjas Kraljević, Chemie, Biochemie und Klinische Chemie Doz. Dr. sc. Gordan Lauc, Medizinische Biologie Prof. Dr. sc. Draško Šerman, Histologie und Embryologie Prof. Dr. sc. Ljiljana Knežević Kostović, Physiologie und Immunologie Prof. Dr. sc. Branko Vitale, Pharmakologie Doz. Dr. sc. Ante Tvrdeić, Pathologie Doz. Dr. sc. Branko Dmitrović, Gerichtsmedizin Doz Dr. sc. Mladen Marcikić, Pädiatrie Prof. Dr. sc. Duško Mardešić, Dermatologie und Venerologie Doz. Dr. sc. Vladimira Barišić Druško, Allgemeine Klinische Onkologie Prof. Dr. sc. Zdenko Krajina, Radiologie Prof. Dr. sc. Slavko Šimunić, Gynäkologie und Geburtshilfe Prof. Dr. sc. Ivan Kuvačić, Infektiologie Prof. Dr. sc. Ivan Soldo, Innere Medizin Prof. Dr. sc. Ante Ivandić, Pathophysiologie und Nuklearmedizin Doz. Dr. sc. Ivan Karner, Chirurgie und Kriegschirurgie Prof. Dr. sc. Janko Hančević, Urologie Prof. Dr. sc. Antun Tucak, Ophthalmologie Prof. Dr. sc. Tihomir Ćurković, Orthopädie und physikalische Medizin mit allgemeiner Rehabilitation Prof. Dr. sc. Savo Jovanović, Otorhinolaryngologie mit Audiologie und Phoniatrie und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mit Zahnmedizin Doz. Dr. sc. Davorin Đanić, Neurologie mi Neuropathologie Prof. Dr. sc. Boško Barac, Neurochirurgie Prof. Dr. sc. Đuro Vranković, Psychiatrie mit medizinischer Psychologie Prof. Dr. sc. Nikola Mandić, Familienmedizin und primärer Gesundheitsschutz und Organisierung von Gesundheitsschutz und gesundheitlicher Ökonomik Doz. Dr. sc. Zdravko Ebling, Anästhesiologie und Wiederbelebung Doz. Dr. sc. Katarina Zdravčević Šakić, Gesundheitsökologie, Epidemiologie, Einführung in die Medizin und Sozialmedizin Doz. Dr. sc. Dinko Puntarić, Medizinische Statistik und Informationstechnologie Prof. Dr. sc. Radoslav Galić, Medizinische Soziologie Mr. sc. Sanja Babić, Medizingeschichte Prof. Dr. sc. Biserka Belicza, Mikrobiologie, Virologie und Parasitologie Doz. Dr. sc. Jasmina Vraneš.
Der erste Dekan war von 1998 bis 2003 Prof. Dr. sc. Antun Tucak. Ab 2003 bis 2005 war Prof. Dr. sc. Krešimir Glavina der Dekan. Prof. Dr. sc. Pavo Filaković war Dekan von 2005 bis 2009, und ab 2009 bis heute ist Prof. Dr. sc. Aleksandar Včev der Dekan.
Die Medizinische Fakultät Osijek ist eine der 17 wissenschaftlichen und Lehreinrichtungen der J.J. Strossmayer Universität in Osijek und die einzige Fakultät im wissenschaftlichen Bereich für Biomedizin und Gesundheitswesen im Rahmen der Universität. Die Medizinische Fakultät ist ebenfalls die einzige derartige Fakultät auf dem Gebiet Slawoniens und Baranja, bzw. Ostslawoniens, auf dem etwa eine Million Einwohner in fünf Gespanschaften leben (Vukovar-Srijem, Brod-Posavina, Požega-Slavonija, Virovitica-Podravina und Osijek-Baranja).
Außer dem Gebäude der Grundlegenden biomedizinischen Wissenschaften mit einer Gesamtfläche von 4500 Quadratmetern ist die Fakultät in Besitz des Gebäudes von 300 Quadratmetern, das das Vivarium beherbergt, und auch des Gebäudes auf dem Campus mit einer Gesamtfläche von 1400 Quadratmetern, das renoviert und am 20. Januar 2010 eröffnet wurde. Dort befinden sich auch die Verwaltung und die gesamte Administration der Medizinischen Fakultät sowie die Übungskabinette.

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Aufgrund des Beschlusses des Universitätssenats in Osijek wurde am 7. Dezember 2000 das wissenschaftliche Universitäts- Nachdiplomstudium in Biomedizin und Gesundheitswesen (Magister- und Doktorrang) gegründet und wird dem damals gültigen Gesetz über Hochschulen entsprechend durchgeführt. In Übereinstimmung mit den Änderungen im Gesetz über die wissenschaftliche Tätigkeit und Hochschulen sowie in Einklang mit den Empfehlungen der Rektorenversammlung bereitete die Medizinische Fakultät das Programm für das Universitäts-Nachdiplomstudium-Doktorstudium für Biomedizin und Gesundheitswesen vor, welches die Evaluierung des Nationalrates für Hochschulwesen erfolgreich belegte, sodass dieses Programm am 14. Februar 2007 die Genehmigung des Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Sport erhielt. Die Medizinische Fakultät in Osijek trägt große Verdienste hinsichtlich der Standardisierung des Doktorprogramms in Bereichen der Biomedizin und des Gesundheitswesens. Wir nahmen aktiv an Konferenzen in Zagreb teil, deren Thema die Harmonisierung der Doktorstudien war (European Conference on Harmonisation of PhD Programs in Medicine and Health Sciences, Zagreb 2004 und 2005). Die Medizinische Fakultät Osijek ist Mitglied der Europäischen Organisation für Doktorstudien in den Bereichen Biomedizin und Gesundheitswesen ORPHEUS (Organisation for PhD Education in Biomedcine and Health Sciences in the European System). Die Fakultät war aktiver Teilnehmer an der dritten ORPHEUS-Konferenz 2007, die in Helsinki veranstaltet wurde und im Rahmen der ein Dokument verabschiedet wurde, nämlich das „Der Helsinki-Konsens zur Organisierung von Doktorstudien im klinischen Umfeld" („Helsinki Consensus Statement"), welcher die Bedeutung der Forschung in der klinischen Medizin hervorhebt.
Das Fachstudium für Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen wurde von 2003 bis 2010 durchgeführt. Aufgrund der Entscheidung des Senats der J.J. Strossmayer Universität in Osijek vom 1. Februar 2012 wird das Fachstudium für Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen durch das universitäre Vordiplom- und Diplomstudium für Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen ersetzt, welches ab dem akademischen Jahr 2012/2011 durchgeführt wird. Ebenfalls ab dem akademischen Jahr 2010/2011 wird auch das Universitäre Vordiplom- und Diplomstudium für Medizinische Labordiagnostik durchgeführt.

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Die Fakultät führt auch folgende spezialistische Nachdiplomstudien durch:
Spezialistisches Nachdiplomstudium: Klinische Epidemiologie
Spezialistisches Nachdiplomstudium: Ultraschall in der Kardiologie
Spezialistisches Nachdiplomstudium: Anästhesiologie und Wiederbelebung
Spezialistisches Nachdiplomstudium: Allgemeine innere Medizin
Die unentwegte medizinische Fortbildung ist dank gut organisierter Kurse und anderer Formen der professionellen Ärzteweiterbildung gewährleistet. Da der Bologna-Prozess den Universitäten eine wichtigere Rolle im lebenslangen Lernen zukommen lässt, ist es vorgesehen, den Medizinischen Fakultäten eine noch bedeutendere Rolle im konstanten medizinischen Fortbildungsprozess des medizinischen Personals zu verleihen.
Eine besonders wichtige Rolle bei der Entwicklung der Fakultät und der personellen Verselbstständigung hatte die Anregung des Nachdiplom-Doktorstudiums, welches einer größeren Zahl heimischer Ärzte die Möglichkeit verlieh, sich auf wissenschaftliche und Forschungsarbeit und ihre Karriere in der wissenschaftlichen Lehrtätigkeit auszurichten. Aus diesem Grund erhielt die Mehrzahl der Abteilungen im Klinischen Krankenhaus Osijek die Bezeichnung Kliniken, was 2009 dazu führte, dass das Klinische Krankenhaus Osijek neben jenen bereits existierenden in Zagreb, Rijeka und Split zum Klinischen Krankenhauszentrum auswuchs. Durch die gemeinsamen Anstrengungen der Leitung der Medizinischen Fakultät Osijek und des Klinischen Krankenhauszentrums Osijek werden die Voraussetzungen geschaffen, um neue Kliniken und klinische Institute zu eröffnen, was letzten Endes eine schöne Zukunft für das Klinische Krankenhauszentrum Osijek als unser grundlegendes und größtes Unterrichtszentrum sichert.

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